Positions-und Fahnenarbeit

 

In der Dual-Aktivierung ist die Position ein wichtiger Aspekt.

Unser eigene Position ist auf der Höhe der Schulter - partnerschaftliche Position.

Wenn man vor der Schulter vorweggeht, ist man in einer "patriarchischen" Position. Aber "partriarchisch" führen ist "out", das will heute eigentlich keiner mehr. Je weiter vorne die Führungskraft geht, desto patriarchischer führt sie. Einen Menschen hinter der Schulter gehen zu lassen signalisiert: "Du führst hier gar nichts". Ein patriarchischer Führstil beinhaltet also einen entscheidenen Punkt: "Patriarchisch" führen bedeutet immer, den anderen zu unterdrücken. Aber bei unserem Pferd wollen und vor allem können wir das gar nicht. Was wir brauchen und uns eigentlich wünschen, ist ein in vielem (nicht allem!) gleichberechtigter  Partner Pferd, für dessen Sicherheit und Wohlergehen wir verantwortlich sind.

 

Die Arbeit mit der Fahne hat nichts mit Desensibilisierung zu tun, sondern soll eurem Pferd dabei helfen, mit beiden Augen Reize wahrzunehmen, gelassen auf sie zu reagieren und sie zu verarbeiten, weil es erkennt, dass ihm keine Gefahr droht.

Mit dieser Vorübung wird das Pferdegehirn aktiviert, auf beiden Seiten angesprochen und zum Arbeiten angeregt.

Zusätzlich fangen die ersten zwei Halswirbel an zu schalten, wodurch es eurem Pferd hinterher leichter fällt sich zu stellen und zu biegen.

Es ist ebenfalls wissenschaftlich erwissen, dass durch Rechts-Links-Reize der Augen Traumata oder Phobien gelöst und gelöscht werden können.

 

 

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